Totensonntag in Mogadischu
Immer mehr weltweite Anschläge der Vergangenheit und Gegenwart, die oppositionellen Gruppen in die Schuhe geschoben wurden, entpuppen sich als geheime Operationen diverser Dienste. So sollte es auch nicht verwundern wenn die jüngsten Attentate in dem befriedeten Land an der ostafrikanischen Küste auf das Konto des paramilitärischen undurchsichtigen Gebildes geht. Lebendige Gefangene wurden wie üblich nicht gemacht stattdessen diffuse Erklärungen von den Sicherheitskräften zu den Toten über die Medien verbreitet.
Die komplexe Anwesenheit der NATO-geführten Militärs und anderer Länder in und rund um Dschibuti begründet sich auf die „Piraten aus Somalia“, deren Vorhandensein sich laut offiziellen Statesments kontinuierlich in Luft aufgelöst hat und gegen Null tendiert. Als Grund wird die Stabilität unter der neuen Regierung genannt.
Im Mai wird der Bundestag über das ablaufende Mandat der Bundeswehr zu befinden haben.
Die Tinte auf dem Papier des U.N.O.-Sicherheitsrats zur Lockerung des Waffenembargos für Somalia ist gerade getrocknet und der Ruf des Angebots aus Washington, den Mangel an Waffen bereitwillig zu beheben ist kaum verhallt schon kommt es Sonntag, den 14.April 2013 zu mehreren verheerenden Anschlägen und Schiessereien in der von der Friedensmission der Afrikanischen Union mit 18000 Soldaten bestens bewachten Hauptstadt Mogadischu vor Gerichtsgebäuden und in der Nähe des Flughafens, bei dem dreissig Menschen nach Angaben der Regierung ihr Leben verloren.
Die britische Regierung war bestens informiert und warnte ein paar Tage zuvor zeitnah vor einem grösseren blutigen Ereignis unter Berufung auf „somalische militante“ Kreise in Grossbritannien.
Somalias Finanzminister Mohamud Hassan Suleiman sagte, dass der Anschlag die Forderung der Regierung nach mehr militärischer Unterstützung und Schulung der Sicherheitskräfte unterstreicht.
Nicht verwunderlich ist, dass auch vor der Wiederkehr der Piraten gewarnt wird. Demnächst dürfte man wieder von einem neuen Überfallsversuch auf einen Frachter vor der Küste hören.
Auf alle Fälle gilt: Neue Waffen braucht das Land!
Artikel zum Thema
13.04.2013 Offiziell wieder automatische Sturmgewehre und Panzerfäuste für Somalia
Quelle: http://www.reuters.com/article/2013/04/15/us-somalia-blast-idUSBRE93E0IS20130415